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Warum ein Energiepass? („Quelle: Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena)“)

In privaten Haushalten stellen die Heizkosten den größten Anteil der  Betriebskosten dar. Noch immer wird in Deutschland ein Drittel des gesamten Primärenergieverbrauchs für die Raumheizung und Warmwasserbereitung aufgewendet. Dennoch ist, anders als bei vielen Haushaltsgeräten und Autos, der Energieverbrauch von Gebäuden für deren Nutzer meist eine unbekannte Größe.


Verlässliche Informationen über den Energieverbrauch sind vor Einzug meist nicht erhältlich, obwohl in der Bundesrepublik ca. dreißig kommunale oder regionale Energie- oder Gebäudepässe für den Gebäudebestand existieren. Sie weisen jedoch verschiedene Bezeichnungen, Klassifizierungen und Anforderungsgrößen auf. Ein bundesweit unkomplizierter Vergleich zwischen Gebäuden ist so kaum möglich. Lediglich für Neubauten macht die Energieeinsparverordnung einen Energiebedarfsausweis zur Pflicht.

Aus diesen Gründen hat die Deutsche Energie-Agentur GmbH für einen Feldversuch einen freiwilligen Energiepass für Gebäude vorbereitet. Wesentlicher Bestandteil ist ein marktgerechtes, ansprechendes Label.

Der Energiepass soll auf dem Immobilienmarkt zu einem wirksamen Instrument für mehr Transparenz werden. Mit dem Energiepass-Label soll schon bald so selbstverständlich mit der Energieeffizienz geworben werden, wie es bei Kühlschränken und Waschmaschinen längst Praxis ist.

Weitere Informationen über den Energiepass finden Sie auch auf www.zukunft-haus.info.

 
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Quelle: ea-nrw


A Warum wird es einen bundeseinheitlichen Energiepass für Gebäude geben?

Die EU-Richtlinie „Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden“ verpflichtet die EU-Mitgliedsstaaten, Maßnahmen der Energie- und CO2-Einsparung bis 2006 in nationales Recht umzusetzen. Ein wesentlicher Aspekt der Richtlinie ist die Erstellung von Energieausweisen bei Erstellung, Verkauf oder Vermietung von Gebäuden. Es gibt zur Zeit viele unterschiedliche regionale Energiepässe, die unterschiedliche Ergebnisse und Kennwerte ausweisen. Für ein Gebäude, dass mit zwei unterschiedlichen regionalen Energieausweisen berechnet würde, lägen unterschiedliche Ergebnisse vor, je nachdem mit welchem Energiepass und nach welchen Berechnungsregeln gerechnet wurde.


B Was ist ein Energiepass für Gebäude?

Ein Energiepass für Gebäude ist ein Dokument über die Energieeffizienz eines Gebäudes. Mit Hilfe des Energiepass können Gebäude energetisch miteinander verglichen werden ohne dass nutzerabhängige Verbrauchswerte mit einbezogen werden.


C Was ist das Ziel des Energiepasses?

Ziel des Energiepasses ist es, Markttransparenz im Gebäudebereich zu erzielen. Der Energiepass weist die Energieeffizienz als Qualitätsmerkmal eines Gebäudes aus und macht somit den Energiebedarf „sichtbar“, er soll ein Gütesiegel für Wohnungen und Gebäude sein.


D Wie hoch sind eigentlich durchschnittlich die monatlichen Energiekosten je Haushalt?

Rund 120 € gibt jeder Haushalt im Durchschnitt monatlich für den häuslichen Energieverbrauch aus, davon einen Großteil für Heizung und Warmwasser. Seit 1998 sind diese Ausgaben um über 30% gestiegen.

Quelle: Statistisches Bundesamt; Einkommens- und Verbrauchsstichprobe 1. Halbjahr 2003, Wiesbaden 2004.


E Was steht bzgl. des Energiepasses in der EU-Gebäuderichtlinie?

Die EU-Richtlinie schreibt einen Energiepass für Wohn- und Nichtwohngebäude vor.

Der Energiepass nach der EU-Richtlinie muss 3 wesentliche Aussagen enthalten:

- Energiekennwert über die Gesamtenergieeffizienz des Gebäudes
- Vergleichswerte zu anderen Gebäuden
- Modernisierungsempfehlungen


F Wann muss ein Energiepass ausgestellt werden?

Bei Bau, Verkauf oder Vermietung muss dem Käufer oder Mieter vom Eigentümer ein Ausweis über die Gesamtenergieeffizienz vorgelegt werden.

Das heißt: zieht ein Mieter in einem Mehrfamilienhaus aus, so muss dem potentiellen Nachmieter ein Energiepass vorgelegt werden, so dass dieser eine Information über die Energieeffizienz des betreffenden Gebäudes erhält. Auch beim Verkauft eines Hauses ist auch in diesem Fall dem Interessenten ein Ausweis über die energetische Bewertung des Hauses vorzulegen.


F Wie läuft eine Energiepasserstellung ab?

Um zu einem Energiepass zu kommen, ist kein Amt oder eine Behörde notwendig. Das Verfahren ist ganz einfach. Der Hauseigentümer beauftragt einen zugelassenen Energiepass-Aussteller, der ins Haus kommt, das Gebäude aufnimmt und einen Energiepass erstellt. Der wird dem Eigentümer übergeben.


G Wie läuft eine Energiepasserstellung ab?

Um zu einem Energiepass zu kommen, ist kein Amt oder eine Behörde notwendig. Das Verfahren ist ganz einfach. Der Hauseigentümer beauftragt einen zugelassenen Energiepass-Aussteller, der ins Haus kommt, das Gebäude aufnimmt und einen Energiepass erstellt. Der wird dem Eigentümer übergeben.


H Gibt es unterschiedliche Verfahren zur Energiepass-Ausstellung?

1. Bei der ausführlichen Datenaufnahme werden vorhandene Daten zum Gebäude wie die Abmessungen der Bauteilflächen, der Aufbau der Wände und Decken usw. aus entsprechenden Bauunterlagen (Pläne, Baubeschreibungen etc.) ermittelt oder bei der Gebäudebegehung detailliert aufgenommen. Dieses Verfahren lohnt sich insbesondere vor einer geplanten Gebäudesanierung.

2. Bei der vereinfachten Datenaufnahme stehen dem Aussteller tabellierte Pauschalwerte für die Erfassung des Gebäudes zur Verfügung. Einzelne Bauteile wie Gauben, oder beheizte Kellerräume dürfen bis zu einer gewissen Größe vernachlässigt werden. Durch diese Vereinfachungen kann das Gebäude mit geringerem Zeitaufwand erfasst werden, was die Kosten für den Energiepass deutlich reduziert. Auch dieser Pass ist anerkannt.


I Warum sind im Energiepass keine Heizkosten enthalten?

Der Energiepass betrachtet ausschließlich die energetische Qualität des Gebäudes. Dabei berücksichtigt er alle relevanten Details von Heizung, Fenster, Decken, Außenwänden und anderen Bauteilen. Damit lassen sich grundsätzlich Aussagen zur energetischen Qualität des Gebäudes treffen, die auch über mehrere Jahre hin Gültigkeit haben.

Heizkosten sind demgegenüber von einer Fülle weiterer Faktoren beeinflusst, die nicht vom Gebäudeeigentümer gesteuert werden können. So sind die Heizkosten maßgeblich davon abhängig, ob jemand viel oder wenig heizt oder auch von unterschiedlichen klimatischen Bedingungen je nach Jahr. Zusätzlich werden die Heizkosten von den Energiepreisen beeinflusst, die sich ja – leider - auch fortwährend ändern.

Der Energiepass soll zukünftige Nutzer von Gebäuden darüber informieren, ob bei einem Gebäude tendenziell hohe oder niedrige Energieverbräuche zu erwarten sind. Die tatsächliche Höhe der Verbräuche ergibt sich jedoch, wie oben dargestellt, aus vielen Faktoren auf die der Nutzer auch entsprechenden Einfluss hat.


J Wenn der Energiepass keine konkreten Aussagen über den Verbrauch des einzelnen Mieters macht, was nutzt er ihm dann?

Wie bei Kühlschränken und Autos wird bei der Bedarfsberechnung ein Normverbrauch erstellt. Alles andere würde keine Vergleichbarkeit gewährleisten. Der Nutzen besteht darin, Gebäude vor dem Abschluss eines Miet- bzw. Kaufvertrages miteinander vergleichen zu können.

Als Qualitätssiegel für das Gebäude verschafft er dem Mieter eine höhere Transparenz, wie es um den Energiebedarf des Gebäudes bestellt ist. Gebäudebesitzer erhalten ihrerseits die Möglichkeit mit der energetischen Qualität des Gebäudes und mit durchgeführten Modernisierungsmaßnahmen zu werben. Zudem können die im Rahmen der Energiepassausstellung aufgenommenen Gebäudedaten für die Detailplanung von Modernisierungsmaßnahmen benutzten und somit die Gesamtkosten für Modernisierungen reduziert werden.


K Wie lange ist ein Energiepass gültig?

Die EU-Gebäuderichtlinie gibt für den Energiepass eine maximale Geltungsdauer von 10 Jahren vor. Die genaue Geltungsdauer für Energiepässe in Deutschland wird in der EnEV 2006 geregelt, sie wird 10 Jahre betragen. Jedoch empfiehlt es sich nach erfolgten Sanierungsmassnahmen einen neuen, aktualisierten Pass auzustellen, da hier die höherer Effizienz berücksichtigt wird.


L Sind in den Jahren 2005/2006 ausgestellte Energiepässe über 2006 hinaus gültig?

Ja, hierzu gibt es klare Aussagen der zuständigen Bundesministerien. Die dena-Energiepässe, die im Rahmen des Feldversuchs der dena in 2004 ausgestellt wurden und auch Pässe, die in 2005 und 2006 ausgestellt wurden/werden, entsprechen den Anforderungen des Gesetzgebers und sind auch über 2006 hinaus gültig.


M Warum soll ich mir denn schon im Jahr 2005/2006 einen Energiepass ausstellen lassen?

Nach Inkrafttreten der EnEV 2006, in der die Bestimmungen zum Energiepass geregelt sind, wird es in den ersten Monaten voraussichtlich zu einer enormen Nachfrage nach Energiepässen kommen. Daher ist eine Ausstellung bereits in 2005/2006 durchaus sinnvoll.

Hausverkäufer oder Vermieter die schon vor der gesetzlichen Einführung Energiepässe für Ihre Gebäude ausstellen lassen, profitieren gleich mehrfach vom Energiepass. Sie können zum einen bei Miet- oder Kaufinteressenten mit der Innovation Energiepass werben.

Zum Anderen geben die im Energiepass enthaltenen Modernisierungstipps Hinweise darauf, wie das Gebäude am wirtschaftlichsten energetisch verbessert werden kann. Nach der Umsetzung der energetischen Sanierungsmaßnahmen erhält das Gebäude eine bessere Einstufung im Energiepass und ist somit attraktiver für neue Mieter bzw. Käufer.


N Wer haftet, wenn die Angaben im Energiepass nicht korrekt sind?

Der einzelne Aussteller haftet für die Angaben im Energiepass. Wie bei einem anderen Werkvertrag auch, hat der Auftraggeber bei vorliegenden Mängeln einen Anspruch auf Nachbesserung seitens des Ausstellers. Im Vertrag werden die Verfahren zur Datenaufnahme und –auswertung geregelt.

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